18 Gemeinden der LEADER-Region Waldviertler Wohlviertel setzen auf Künstliche Intelligenz – Gemeinsame Qualifizierung soll Verwaltungsarbeit erleichtern und Bürgerservice verbessern
Künstliche Intelligenz bietet für Gemeinden große Chancen: Sie kann Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten, Verwaltungsabläufe vereinfachen und das Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern. Wie diese Möglichkeiten sinnvoll und verantwortungsvoll genutzt werden können, zeigt jetzt die LEADER-Region Waldviertler Wohlviertel mit ihren 18 Mitgliedsgemeinden. Mit Unterstützung des Institute for AI werden Gemeindebedienstete im Umgang mit Künstlicher Intelligenz geschult und konkrete Einsatzmöglichkeiten für den Verwaltungsalltag entwickelt.
„Künstliche Intelligenz soll den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Deshalb setzen wir in Niederösterreich auf einen verantwortungsvollen Einsatz mit Hausverstand. Auch in unseren Gemeinden bietet KI große Chancen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit zu entlasten, Abläufe zu vereinfachen und das Bürgerservice weiter zu verbessern. Unser Ziel ist klar: Weniger Bürokratie, mehr Zeit für die Menschen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Das Projekt ist ein konkreter Schritt zur Umsetzung der KI-Strategie des Landes Niederösterreich. Diese sieht Gemeinden und Regionen als wichtige Partner beim Aufbau von KI-Kompetenz und beim verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien. Das Vorhaben wird im Rahmen des LEADER-Programms von Bund, Land und Europäischer Union unterstützt.
Im Mittelpunkt steht ein dreiteiliger Qualifizierungsprozess. Dabei werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Grundlagen der Künstlichen Intelligenz vermittelt, sondern auch konkrete Anwendungsmöglichkeiten für ihre tägliche Arbeit aufgezeigt. Dazu zählen etwa die Unterstützung bei der Sitzungsdokumentation, die Aufbereitung von Texten oder die Vereinfachung wiederkehrender Verwaltungsaufgaben.
Neben dem Umgang mit KI-Anwendungen stehen auch Datenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen und die Anforderungen des EU AI Acts auf dem Programm. Denn besonders im kommunalen Umfeld ist es entscheidend, KI sicher, verantwortungsvoll und mit klaren Rahmenbedingungen einzusetzen.
Konzipiert und begleitet wird der Qualifizierungsprozess vom Institute for AI unter der Leitung von Gründerin Florentina Zach: „Unser Ziel ist, KI-Kompetenz nicht bei einer Schulung enden zu lassen. Die Mitarbeitenden sollen verstehen, wie sie KI sicher und verantwortungsvoll einsetzen können, und dieses Wissen unmittelbar auf ihre eigenen Aufgaben übertragen. Daraus entstehen konkrete Use Cases, Standards und klare Verantwortlichkeiten – und genau so wird aus Qualifizierung echte Transformation im Gemeindealltag.“
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erarbeitung einer gemeinsamen KI-Richtlinie für die Gemeindeämter. Diese soll klare Orientierung geben, welche Anwendungen eingesetzt werden können, welche Daten verarbeitet werden dürfen und welche Verantwortlichkeiten zu beachten sind. Gleichzeitig sollen die Gemeinden von den Erfahrungen der anderen profitieren und erfolgreiche Anwendungen künftig gemeinsam nutzen können.
„Die positive Resonanz nach dem ersten Workshop zeigt uns, dass wir mit diesem Angebot den richtigen Weg eingeschlagen haben. Mit dem Institute for AI haben wir einen kompetenten Partner gefunden, der unsere Gemeinden praxisnah begleitet und die Neugier auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit KI weckt“, betont Verena Manhart, Geschäftsführerin der LEADER-Region Waldviertler Wohlviertel.

Die Teilnehmer:innen der 18 Gemeinden der LEADER Region Waldviertler Wohlviertel zeigten sich begeistert und motiviert bei der ersten KI-Qualifizierungseinheit.

