Wie wollen wir im Waldviertler Wohlviertel im Alter leben und was brauchen wir dafür? Mit dieser Frage beschäftigten sich Bürger:innen bei der ersten von fünf Beteiligungsveranstaltungen der LEADER Region Waldviertler Wohlviertel Nationalpark Thayatal am 23. September im Firmengebäude der APV in Dallein.
Bei der Auftaktveranstaltung begrüßte Geschäftsführerin Verena Manhart die Teilnehmer:innen. Ziel des Prozesses ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung Bedürfnisse zu identifizieren und dort neue Angebote zu entwickeln, wo derzeit noch Lücken bestehen.
„Wir werden wesentlich mehr ältere Menschen sein, und viele von uns leben allein oder zu zweit in einzelnen Häusern. Für ein gesundes Leben beim Älter werden braucht es Gemeinschaft und soziale Nähe, einen geregelten Tagesablauf und die Übernahme von Verantwortung für Lebenssinn auch in den späteren Lebensphasen“, betont Hannes Heissl vom Institut für gesellschaftlichen Wandel (IGW).
Als konkretes Pilotprojekt wurde die „Dalleiner HofZeit“ vorgestellt. Am Bauernhof von Jürgen Schöls in Dallein soll ein Tageszentrum für Menschen mit Pflegestufe 1 bis 4 entstehen, das Gemeinschaft, Aktivitäten und soziale Teilhabe ermöglicht. Träger ist der Verein Lichtblick. Gleichzeitig soll das Angebot Angehörige entlasten.
Obmann und LAbg. Franz Linsbauer spricht dabei aus eigener Erfahrung: „Wer einen nahestehenden Menschen begleitet und betreut, weiß, wie wertvoll Unterstützung und Entlastung sind. Genau hier wollen wir mit unseren Angeboten ansetzen: Angehörige sollen wieder einmal durchatmen, neue Kraft schöpfen und auch Zeit für sich selbst finden können. Auf die eigene Gesundheit zu schauen, ist eine wichtige Voraussetzung dafür langfristig für andere da sein zu können.“
Nach dem Vortragsteil waren die zahlreichen Besucher:innen gefragt: Was brauchen wir für ein gutes Leben in späteren Lebensphasen? Was können Gemeinschaft und gemeinsame Aktivitäten beitragen? Und welche neuen Begegnungsräume braucht die Region? Vielfältige Ideen wurden zu diesen Fragestellungen eingebracht. Abschließend bestand die Möglichkeit zum Austausch mit Vertreter:innen von NachbarschaftsKultur, Zeitpolster und Caritas.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen von LEADER mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union gefördert. Vier weitere Beteiligungsveranstaltungen folgen im Oktober und November. Nähere Informationen finden sich hier.









